Wer größere Projekte und Webseiten hostet, kommt ab einem bestimmten Punkt nicht mehr um einen eigenen Server herum. Doch wer die Wahl hat, hat auch die Qual. Zahlreiche Anbieter buhlen um die Gunst der Kunden und bieten unterschiedliche Server-Angebote an. Doch wofür soll man sich entscheiden?
Root-Server sind ganz klar die Flagschiffe der Serviceprovider; nirgendwo ist das Preisleistungsverhältniss so gut wie bei Root-Servern. Bei einem Root-Server hat man die vollen Administrationsrechte, demgegenüber stehen aber auch die vollen Administrationspflichten. Vielen ist nicht klar, was an einem Root-Server für Arbeit hängt. Mit rudimentären Linuxkenntnissen kann man so ein Ding zwar verwalten, aber damit es ist auch noch nicht getan. So ein Server muss ständig überwacht und administriert werden. Ich habe oft Forenbeiträge gelesen in denen Hilfesuchende erklärt haben, dass sie sich einen Rootserver gemietet haben, aber eigentlich gar nicht wissen, wie man Linux administriert. Das kann natürlich ganz schnell nach hinten losgehen und ehe man sich versieht, wird die Kiste als Spamschleuder oder als Warezhoster missbraucht. Deswegen mein Tipp, an alle die keine Ahung von Linux haben: Finger weg von Root-Servern.
Meine eigenen Linuxerfahrungen gehen bis auf das Jahr 2001 zurück. Im Jahr 2002 bin ich dann komplett umgestiegen; seitdem verwende ich Linux auf so ziemlich allen Rechnern, die in meiner Gegend rumstehen. Ein paar virtuelle Maschinen bilden da die Ausnahme. Ich selbst traue mir die Administration und Absicherung eines Linux Servers durchaus zu, trotzdem habe ich mich bei den Webprojekten in meiner Firma
Kunze-Media dagegen entschieden auf einen Root-Server umzustellen. Ich könnte das Ding zwar selbst administrieren, aber ich will es eben nicht an der Backe haben. Beim meine jetzigen Managed-Server, brauche ich nur im Rechenzentrum anzurufen und der Admin haut für mich in die Tasten. Dabei werden meine Bedürfnisse eigentlich komplett abgedeckt, da es ja im Prinzip nur um einen Webserver dort geht. In meiner anderen Firma verwenden wir allerdings nur Root-Server, da wir dort auch auch intern einen Admin zur Verfügung haben.
Im Prinzip ist das ein Manged-Server eine ganz unterschwellige Form von Outsourcing. Ich gebe die Administration und Verantwortung an ein anderes Unternehmen ab, das kostet mich zwar mehr Geld, als es ein Root-Server kosten würde, es spart mir aber aus meiner Sicht viel Zeit. Diese Zeit kann ich dann wieder für mein Tagesgeschäft nutzen, also das tun, womit ich mein Geld verdiene
